Salzburg - Hermagor

   

Wir entschieden im August 2002 relativ kurzfristig, noch einen MTB-Alpencross zu fahren.  Um auch mal was GANZ Neues zu erleben, suchten wir uns eine Tour im östlichen Umgriff unseres Wirkungskreises aus. Für die Vorbereitungen blieb nicht viel Zeit, deshalb bemühten wir Uli Stanciu´s "Traumtouren Transalp" und wählten daraus die Route 1, Salzburg - Hermagor. 

Weit kamen wir nicht, denn der Termin war schlecht gewählt: Die in Mitteleuropa herrschende Wetterlage mit extrem viel Niederschlägen und der damit einhergehenden Hochwassersituation vergällten uns die Tour.

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Bild aus Traumtouren Transalp, © Stanciu/Thätig 2001

   


Tag 1    Glasenbach - Hintersee (07.08.02)

Zwischen dem ganzen Hochwasser und dauernden Regenfällen fällt eine Regenpause: Also Start um 15.00 Uhr in Glasenbach, nachdem wir schon 2 Tage zugewartet haben. Parkplatzsuche war nicht einfach, zufälligerweise finden wir einen Platz an der Glasenbachklamm, der direkt an der Wegstrecke liegt! Wir schaffen noch 35 km. die ersten 25 km waren nur Asphalt, erst zum Anstieg geht es auf einen Forstweg über die Ladenbergalm nach Hintersee. Das Roadbook von Stanciu bewährt sich!

  

Bei der Ladenbergalm

Auf dem "Holzweg" nach der Genneralm

   

  

Route: Glasenbach - Geissau - Ladenbergalm - Hintersee

     

   

Distanz

35,7 km

Höhenarbeit

933 hm

Fahrzeit

3:14 h

Unterkunft

Ferienhaus Margit (Wallmann), A-5324 Hintersee Nr. 28, Tel 0043-6224 210, margit.wallmann@aon.at, http://www.ferienhaus-hintersee.at 

Wetter

 

14-20oC    

 

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Tag 2     Hintersee - Filzmoos (08.08.02)

Um 9.15 Sattelkontakt: Wetter schaut gut aus! Die Strecke ist auch schön und führt uns über die Genneralm (da hat uns Uli - das einzigste Mal - gut verarscht da oben! Besser, man hält sich auf dem links weiterführenden Forstweg), Voglau, Zwieselalm (VOR Alm rechts den Wanderpfad rauf!), Astau, Langeggsattel nach Filzmoos. Auf der Zwieselalm drohten schon Gewitter, deswegen wagten wir eine schnellere Abfahrt . Die Wanderer kümmert das aufziehende Unwetter scheinbar gar nicht, einige sind sogar noch im Gipfelbereich unterwegs. Wegen des nahen Gewitters haben wir uns schon in einem Rohbau untergestellt, um Blitz und Donner auszuweichen. Das Donnerwetter erreichte uns aber überraschenderweise dann doch nicht. Nach 20minütiger Pause wurde die Fahrt fortgesetzt. Kurze Brotzeit in einer Jausenstation, die nur von 2 Gästen besucht war. Die bedienen uns aber auch bestens. Als Stammgäste tun sie das sogar mit Freude und Begeisterung! Nun nur noch über den Langeggsattel hinüber nach Filzmoos und dann Quartiersuche.

 

 

Route: Hintersee - Genner Alm - Voglau - Zwieselalm - Aslau - Langeggsattel - Filzmoos

  

          

Distanz

71,7 km

Höhenarbeit

2.283 hm

Fahrzeit

6:13 h

Unterkunft

Pension Hochkönig, Fam. Kirchgasser, A-5532 Filzmoos Nr. 139, Tel 06453-537

Wetter

15-25oC    

    

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Tag 3     Filzmoos - St. Michael/Lungau (09.08.02)

Von Filzmoos ging es bei eigentlich gutem Wetter los. Zunächst deckten wir uns mit Landkarten und Obst ein, dann führte uns der Weg auch schon ins Gehölz, wo die ersten Meditations-Wandergruppen (neuer Trend!) hinter den Kurven lauerten. Bei Forstau zweigt der Weg in ein Tal ab, es ging nun stetig mal mehr und mal weniger bergauf. Deutlich sichtbar aber die Fönmauer aus schwarzem Gewölk im Süden, dem wir leider entgegenstreben. 
Die Auffahrt zur Vögeihütte wird zunehmend zugiger, kühler. Das Wetter macht uns nun ernsthaft Sorgen. Die teilweise sehr steile Auffahrt zur Oberhütte heizt aber gut ein. Oben angekommen belohnen wir uns erst mal mit einer warmen Suppe, dann tragen wir die Bikes 300hm bergab. Das Wetter hält noch, der Föhnsturm pfeift uns aber ins Gesicht. Ordnungsverliebte Wanderer (Rotsockenalarm!) weisen uns auf "Bike-Verbote" hin. Ihr schlauen Wandersleut, dürfen wir unsere Räder jetzt schon nicht mehr schieben und tragen? Da parken sie mit ihren stinkenden Karren 100 Meter unterm Gipfel und halten uns Moralpredigten. Fahrt heim und mäht euren Rasen, auf 86mm Schnitthöhe...

          

Der Forstweg über Weisspriach bekommt dann auch mal Asphalt, so rollt es gut hinaus. St. Michael kann man schon riechen. Doch Stanciu hat noch 400hm vorgesehen, die auch nicht vergessen werden: Über den Mitterberg schickt er uns nochmal bergauf, schöne Waldwege führen uns auf der anderen Seite wieder hinunter nach St. Margarethen bzw. zunächst nach Moosham. Von dort fahren wir entlang der Mur auf dem gleichnamigen Radweg nach St. Michael. Das Wetter hat trotz dunkler Drohgebärden überraschenderweise gehalten. Aber bereits am Abend legte der Regen los und er sollte bis Montag nur kurze Pausen einlegen. 

         

Das nasse Wetter machte es möglich: Soviel Schwammerl wie heute haben wir wohl noch nie gesehen, und das Wochen vor der eigentlichen Saison! Vom Forstweg aus konnte man schon ganze Scharen von allen Sorten erkennen, als Sammler hätte man es hier sehr einfach gehabt: Suchen musste man nämlich nicht, höchstens aufpassen, dass man nicht zu viele niederstiefelt. Am Wegesrand fanden sich einmal Pizzateller-große Fliegenpilze!

       

    

Route: Filzmoos - Mandling - Forstau - Vögeialm - Oberhütte - Ulnhütte - Weisspriach - Mitterberg - Moosham - St. Michael 

   

        

Distanz

70,5 km

Höhenarbeit

1.764 hm

Fahrzeit

5:45 h

Unterkunft

Maria und Eberhard Ferner, Sägestraße 457, 5582 St. Michael im Lungau, Tel 06477/7677, fwg-meferner@sbg.at, http://www.sbg.at/familie-ferner , (Zimmer inkl. Frühstück € 20,-/Tag; direkt an der Mur, sehr angenehm dort)

Wetter

15-25oC 

           

  

 

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Tag 4      St. Michael/Lungau (10.08.02)

  

Diesen Sonntag ruhen wir in St. Michael, der Regen ist ein Wahnsinn. Abends geben Aufhellungen aber berechtigten Grund zur Hoffnung auf Wetterbesserung.

   

Unterkunft

Maria und Eberhard Ferner, Sägestraße 457, 5582 St. Michael im Lungau, Tel 06477/7677, fwg-meferner@sbg.at, http://www.sbg.at/familie-ferner, (Zimmer inkl. Frühstück € 20,-/Tag; direkt an der Mur, sehr angenehm dort)

Wetter

12-16oC 

                 

 

 

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Tag 5     St. Michael/Lungau - Spittal (11.08.02)

Die Lage ist unverändert, obwohl der Wetterbericht Besserung verspricht. Regen prasselt nieder, Tristesse - wohin man auch blickt. Mit dem Wetterbericht kommen auch noch andere Meldungen: Die Hochwasserlage am Alpennordrand wird immer verheerender, da haben wir hier noch richtig Glück. Der Wasserstand der Mur ist zwar inzwischen auch schon beträchtlich gestiegen, aber Gefahr droht noch nicht.

   

Wir beschließen, die Route abzuändern und das Dach der Tour, das Aineck, auszulassen. So kommen wir über die anstrengende Katschbergstraße (weitgehend 15%!) nach Kärnten. Die erhoffte Wetterbesserung auf der Südseite des Katschbergs trat nicht ein, so folgen wird der Straße bis nach Spittal a.d. Drau und brechen die Tour ab. Torscharte, Millstädter Hütte lassen wir somit aus, bei diesem Wetter hat das keinen Sinn. Der Fluss im Liesertal führt neben Unmengen von Wasser auch ganze Wälder mit. Die Suppe ist braun und es liegt der Geruch von Erde in der Luft.

  

Am Bahnhof Spittal müssen wir dann 2 Stunden absitzen, da der EC nach Salzburg keine Räder mitnimmt. Die  Wartezeit wurde dann mit Sonne belohnt... Ärger kommt aber nicht auf, wir wollen nur noch nach Hause. Die Zugstrecke ist wegen Hochwassers auch noch unterbrochen, zudem soll die A8 irgendwo bei Traunstein überflutet sein. Ob wir da überhaupt durchkommen? 

   

Die Zugrückfahrt gestaltete sich zunächst auch als schwierig, denn ab Bischofshofen behindern Wassermassen die Weiterfahrt. Mit jedem Meter Richtung Norden wird der Regen stärker. Ab Bischofshofen werden wir ersatzweise mit Bussen bis Hallein weitertransportiert. Von der Autobahn aus sehen wir die Fluten der Salzach, die das Land regelrecht untertauchen. In Hallein rennen alle Leute aufgeregt mit Wasserpumpen umher, denn die Keller dürften alle geflutet sein. In jeder Senke (wie etwa Bahn-Unterführungen) steht das Wasser mannshoch...

Ab Hallein fahren wir mit Regionalzug weiter, ein Glücksfall, denn bereits 2 Stationen weiter kommt Elsbethen. Bis zum Auto in der Glasenbachklamm ist es nur 1km :o) ...

   

Route: St. Michael - Katschberg - Spittal

  

   

Fazit: Schade um die Tour, die wäre eigentlich recht schön gewesen. "Noch ist nicht Abend aller Tage, ich komm´ wieder, keine Frage!" (Paulchen Panther)  

   

Bahnfahrt Spittal - Salzburg Hbf: 2 Pers. plus Rad   € 31,60 (Freizeitticket).

     

   

  

Distanz

43,7 km

Höhenarbeit

676 hm

Fahrzeit

2:00 h

Unterkunft

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Wetter

8-16oC 

            

 

 

 

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