Unterwegs mit dem RFV Prien vom 24.-30.05.2003
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Mehr Informationen: |
Teilnehmer: Berger Hans (Fahrer), Drexler Sepp ("Cippo"), Emmrich Bernd, Kofler Gottfried, Preinstorfer Alexander, Rechberger Lothar (Käptn), Schartner Sepp, Schweinsteiger Sepp, Vetter Dieter, Wöhrer Donat
Großes Aufgebot zum Start: Mit Sekt, Brotzeitkorb und Fotoregisseur wurde die Tour de Bavarié hervorragend inszeniert. Eine Hiobsbotschaft aber gleich zu Beginn: Franz Straub kann leider aus gesundheitlichen Gründen die Tour nicht antreten. Bei Kaiserwetter verließen wir kurz vor 9 Uhr den Rathausplatz. Bevor aber der endgültige Startschuss fällt, wird zum Gedenken an Willi Tatzel dessen Grabstätte besucht.
Fahrer Hans Berger steuert den Transporter zuverlässig vor und hinter uns und transportiert alles hochzuverlässig, dass wird die ganze Woche so sein. Die Erwartungen der Teilnehmer an diese Tour sind durchaus unterschiedlich, dies war zu spüren (und wurde im Laufe der Woche auch durch diese bestätigt).
Das Begleitkomittee (in Person des Präsis Klaus Wenzel) verabschiedete sich nach ca. 50 km bei der ersten Brotzeit, bei der der noch junge Brotzeitkorb schon beträchtlich erleichtert wurde. Der Weg bzw. Lotse Lothar führen uns über Wasserburg und die Landkreise Mühldorf und Landshut an die niederbayerisch-oberpfälzische Bezirksgrenze bei Bad Abbach. Das Quartier war gleich hervorragend, die Ferienwohnungen bieten alles was man braucht (und mehr).
Abends lockern wir bei lauen Temperaturen die Haxn bei einem Spaziergang zur nahe gelegenen Donau.
Route: Prien - Amerang - Wasserburg - Soyen - Velden - Landshut - Hohenthann - Rottenbuch - Teugn - Lengfeld
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Distanz 161,6 km (∑ 161,6 km) |
Höhenarbeit 996 hm (∑ 996 hm) |
Fahrzeit 5:50 h (∑ 5:50 h) |
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Unterkunft
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Wetter 20-31oC
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Beim Frühstück bittet Drexler zum ersten Mal darum, etwas gemäßigteres Tempo anzuschlagen. Anschließend starten wir bei inzwischen bewölktem Himmel weiter Richtung Norden. Nach wenigen Pedalumdrehungen überqueren wir den Weißwurschtäquator Donau und fahren on die Oberpfalz. Das Wetter macht etwas Sorgen, aus SW soll uns eine Gewitterfront folgen. Wir nutzen den entsprechenden Rückenwind und fahren dem Regen davon. Die Rufe "Rausnehmen!" von Sepp D. werden bei dem hügeligen Gelände häufiger, mit der Zeit bekam es sogar etwas melodisches. Während der zweiten Tageshälfte wird um fast jedes Ortsschild gesprintet, so als ob es die letzte Etappe wäre. Die kügeren Köpfe schonen ihre Kräfte und halten sich da raus. Ganz unbemerkt gelangten wir so in den Bezirk Oberfranken.
In Gößweinstein wird die Basilika kurz besichtigt und Hans Berger zur letzten Verpflegung gerufen. Der Zielsprint in Waischenfeld endet klassisch, auch Sepp "Cippo" Drexler kämpft erfolgreich in der Spitze mit. Leider befindet sich die Unterkunft einige km außerhalb sowie erhöht über der Ortschaft. Die letzten, im Sprint verschossenen Körner machen den finalen Aufstieg zur Tortur.
Speis+Trank waren schwer in Ordnung, ein Besuch im kleinen Bierzelt war aber nicht lohnenswert. In der Nacht setzte Regen ein.
Route:
Lengfeld - Pielenhofen - Kallmünz - Dietldorf - Amberg - Auerbach -
Pottenstein - Gößweinstein - Waischenfeld
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Distanz 171,1km (∑ 332,7 km) |
Höhenarbeit 1.288 hm (∑ 2.284 hm) |
Fahrzeit 7:05 h (∑ 12:55 h) |
Wetter 17-24oC
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Unterkunft
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Pünktlich zum Frühstück hört es auf zu regnen. Dies inspirierte offenbar Sepp D. zu einer weiteren Ermahnung der Gruppe um moderates Tempo. Zum Start sind die Straßen noch nass, was sich aber sehr schnell ändern sollte. Das Wetter bereitete noch einige Sorgen, hielt aber stand.
Die nächste Kultstätte heißt Bamberg, wo wir den dortigen Dom besichtigen. Nach Überfahren der nächsten Bezirksgrenze zu Unterfranken wartete in Haßfurt die nächste Kirche (Ritterkapelle) zur Besichtigung. Die Straßen entlang der Flüsse Main und Wern sorgten dafür, dass wir an diesem Tag nicht zu viele Höhenmeter erstrampeln müssen. Und mit bestem Wind im Rücken ging es auch sehr flott und kraftsparend voran.
Die Zielankunft bei Arnstein konnte nicht klassisch im Sprint ausgetragen werden, da sich das Ortsschild in ungünstiger Lage befand. Im Sprint um die Häuserecken zum Gasthaus war aber der virtuelle Träger des Grünen Trikots (Cippo) unschlagbar.
Route: Waischenfeld - Hollfeld - Litzendorf - Bamberg - Stettfeld - Zeil a.M. - Haßfurt - Gochsheim - Ettleben - Werneck - Arnstein
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Distanz 135,2 km (∑ 467,9 km) |
Höhenarbeit 577 hm (∑ 2.861 hm) |
Fahrzeit 5:20 h (∑ 16:15 h) |
Wetter 13-25oC
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Unterkunft
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Nach weiterer Ermahnung um rücksichtsvolles Fahrtempo rollten wir weiter im Werntal zum Main. In Lohr ereichten wir den nördlichsten Punkt der Tour, von nun an ging es wieder der Sonne entgegen. Am Main befuhren wir sogar einige Radwege, welche auch sogar für Rennräder auf langer Strecke tauglich waren. Die idyllische Landschaft am Main blieb natürlich bestens in Erinnerung. In Wertheim folgten wird dem Lauf der Tauber und verließen für einige km das Bayernland. Unterwegs auf den Radwegen kämpften wir etwas mit der Orientierung, als Klaus auftauchte: Ein ehrgeiziger Radler mit Einkaufskorb zog zügig an uns vorbei. Für alte Taktikhasen natürlich ein gefundenes Fressen, das Bild am Ende des Feldes bot sich aber wenig ehrenhaft: Hinter dem rasenden Einkaufskorb von Klaus (ca. 32-34 km/h) zog sich eine Schlange von 9 hocherfreuten Windschattenlutschern mit dem Aufdruck RV Prien/Chiemsee... (Bild folgt!). Mit hochrotem Kopf gibt er uns nach 10 km noch Routenhinweise, wir dankten ihm auch dafür.
In Tauberbischofsheim gönnten wir uns noch etwas Kaffee und Kuchen, bevor die letzten 50 km des Tages anstanden. Kurz hinter Landesgrenze fanden wir im unterfränkischen Röttingen unser Quartier. Den Sprint um Röttingen holte sich ganz routiniert Sepp Schartner.
Röttingen nennt sich auch "Stadt der Sonnenuhren".
Route: Arnstein - Karlstadt - Lohr - Marktheidenfeld - Wertheim - Tauberbischofsheim - Bad Mergentheim - Röttingen
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Distanz 155,9 km (∑ 623,8 km) |
Höhenarbeit 755 hm (∑ 3.616 hm) |
Fahrzeit 6:23 h (∑ 22:38 h) |
Wetter 17-29oC
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Unterkunft
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Gebetsmühlenartig wird einmal mehr um zurückhaltendes Tempo gebeten, leider verlieren diese Hinweise mit jedem Sprint am Zielort an Wirkung ;o)
Bei herrlichem Wetter starten wir in Richtung Rothenburg ob der Tauber (Mittelfranken), wo uns das Kirchenbesichtigen mit Eintrittspreisen verhagelt wird. Zwischen klickenden Fotoapparaten unzähliger Asiaten und Amerikaner bahnen wir uns unseren Weg über das Kopfsteinpflaster, um wieder Brotzeit beim Berger Hans aufzunehmen.
Entlang der Wörnitz gelangen wir bei bestem Radlwetter und Rückenwind (schon wieder...) nach Feuchtwangen, Dinkelsbühl nach Wassertrüdingen. Im geschlossenen Verband rollen wir dann hinüber zur Altmühl, wo wir auch für einige km richtigen Gegenwind verspüren (bis zur nächsten Talbiegung). In Treuchtlingen gibt es noch eine Kaffee- bzw. Weißbierpause, bevor es weiter Ri. Süden geht. In dieser herrlichen Gegend fahren die Räder fast wie von selbst! In Eichstätt beziehen wir erstmals Quartier in einer größeren Stadt, so dass auch die Flaneure unter den Radlern auf ihre Kosten kommen. Dieter bricht in EI krankheitsbedingt ab und wird abgeholt. Schade...
Route: Röttingen - Rothenburg - Dorfgütingen - Feuchtwangen - Dinkelsbühl - Wassertrüdingen - Treuchtlingen - Eichstätt
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Distanz 175,8 km (∑ 799,6 km) |
Höhenarbeit 1.108 hm (∑ 4.724 hm) |
Fahrzeit 6:57 h (∑ 29:35 h) |
Wetter 17-27oC
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Unterkunft
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6
Nach einem weiteren Vortrag, dass das Tempo niedriger zu halten sei, kurbeln wir los. Gleich zu Beginn fällt die Ruhe auf den Straßen auf. Klar, denn es war ja Feiertag. Gottfried ersprintet sich unangefochten das Schild zum Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (und wird somit ungekrönter Spargelkönig ;o).
Nach Schrobenhausen radln wir in den letzten unberührten Bezirk - Schwaben - ein. Entlang der Paar geht es östlich an Augsburg vorbei. Allerdings nicht ohne Besichtigung der Wallfahrtskirche von Inchenhofen. Die nächste Wertung mit anschließender Pause wird mit dem oberbayerischen Kaltenberg angepeilt. Sepp "Cippo" Drexler siegt bei diesem schweren Sprint bergauf, leider platzt der Kaltenberger Biergarten aus allen Nähten. Schließlich werden wir in Greifenberg fündig, wo wir einen herrlich gelegenen Biergarten völlig für uns alleine vorfinden. Die letzten 35 km zum Etappenziel Wilzhofen treten wir am Ammersee entlang. In Dießen ergießt sich eine Autolawine in alle Richtungen, da hier derzeit ein großer Töpfermarkt stattfindet (weshalb auch die Quartiere in Dießen und Umgebung ausgebucht waren). Wir tun deshalb auch gut daran, über Raisting und Wielenbach eine ruhige Straßenvariante zu wählen. Beim Zielsprint Wilzhofen verschätzen sich die Favoriten mit der Distanz, wodurch einige Fahrer abgekämpft die ansteigende Bahnhofsallee zur Unterkunft bewältigen müssen. Umso besser schmeckt daher das Weißbier!
Route: Eichstätt - Neuburg - Pöttmes - Inchenhofen - Aichach - Dasing - Mering - Merching - Kaltenberg - Schondorf - Dießen - Raisting -Wielenbach/Wilzhofen
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Distanz 157,6 km (∑ 957,2 km) |
Höhenarbeit 898 hm (∑ 5.622 hm) |
Fahrzeit 6:01 h (∑ 35:36 h) |
Wetter 17-27oC
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Unterkunft Gasthaus Guggemoos Bahnhofsallee ?? 82407 Wilzhofen (Wielenbach) Tel (0881) 2524
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Tag 7
(Leider musste ich in Seeshaupt abbrechen, weshalb der Bericht noch eingeholt werden muss).

Route: Wilzhofen - Seeshaupt - Königsdorf - Bad Tölz - Waakirchen - Miesbach - Parsberg - Au - Bad Feilnbach - Neubeuern - Frasdorf - PRIEN
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Distanz km |
Höhenarbeit hm |
Fahrzeit h |
Wetter 19-31oC
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Unterkunft: Gasthaus Guggemoos Bahnhofsallee ?? 82407 Wilzhofen Tel (0881) 2524
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FAZIT: Eine super Tour! Hervorragend ausgearbeitet und organisiert von Käptn Lothar Rechberger. Bestens versorgt und begleitet von Hans Berger. Sportlich und menschlich hat alles gepasst! Nur 3 Defekte gab es (Kettenriss bei Donat, Platten bei Sepp S. und Schaltungsproblem bei Gottfried). Das Wetter hätte besser nicht sein können, alleine der Wind leistete unbezahlbare Dienste. Eine wahre Bilderbuch-Tour durch Bayern! Einziger Wermutstropfen: Von den 9 gestarteten Fahren kamen per Rad nur 6 in Prien an: Dieter brach krankheitsbedingt in Eichstätt ab, Sepp Schartner erwischte die Erkältung tags darauf in Wilzhofen. Und ich brach - wie vorher aber angekündigt wegen eines Rennens am Sonntag - in Seeshaupt ab und fuhr zu meinen Eltern.
Ich
vergebe für diese Fahrt die volle Punktzahl: ![]()
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Ach ja, die Wertungen (spaßeshalber):
Das "Gelbe Trikot" für die besten Führungsqualitäten - ob im Wind oder orientierungsmäßig - verdiente sich eindeutig Lothar Rechberger.
Das "Grüne Trikot" vergeben wir an Gottfried Kofler, der jeden Tag besser in Form kam und zum Schluss immer öfter davon zog.
Das "Bergtrikot" für den besten Fahrer am Berg erkämpfte sich unserer Meinung nach Sepp Drexler, der nicht nur wegen seines atemberaubenden Antritts zum Kaltenberg ein Klasse für sich bei den Anstiegen war.
Bernd Emmrich